Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Schneller Versand
Sicher mit SSL Verschlüsselung
Geld - Zurück - Garantie mit Trusted Shops
Hotline +49 (0)3847 - 4359940
Lexikon Navigation

Kristallisieren, Kristallisation von Marmor

Marmor kristallisieren – Verfahren, Wirkung und geeignete Gesteine

Die Marmorkristallisation ist ein chemisch-mechanisches Verfahren, um matte oder stumpfe Oberflächen aus Marmor, Kalkstein und geeigneten Betonwerksteinen wieder auf Glanz zu bringen. Dabei wird die oberste Gesteinszone durch das Zusammenspiel von Wirkstoff, Reibung und mechanischer Bearbeitung verändert, geglättet und verdichtet.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Nasskristallisation mit Polierpulver und der Trockenkristallisation mit Flüssigkristallisat. Beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel, arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Wirkstoffen und Bearbeitungsmethoden.

Nasskristallisation mit Polierpulver

Bei der Nasskristallisation wird ein spezielles Polierpulver mit Wasser zu einer dünnen Polierpaste verarbeitet und auf die Steinoberfläche gegeben. Anschließend wird die Fläche mit einem geeigneten Pad oder einer Einscheibenmaschine intensiv bearbeitet.

Die Wirkstoffe des Polierpulvers reagieren mit den calciumhaltigen Bestandteilen des Gesteins. Gleichzeitig glättet die mechanische Bearbeitung feinste Unebenheiten. Dadurch verändert sich die oberste Steinzone und es entsteht eine gleichmäßigere, dichter wirkende und stärker reflektierende Oberfläche.

Nach dem Poliervorgang werden die Rückstände vollständig aufgenommen und die Fläche gründlich nachgereinigt. Das Verfahren wird häufig als Finish nach Schleifarbeiten oder zum Auffrischen stumpfer Marmor- und Kalksteinflächen eingesetzt.

Trockenkristallisation mit Flüssigkristallisat

Bei der Trockenkristallisation wird eine spezielle Kristallisationsflüssigkeit in kleinen Mengen auf die Oberfläche aufgebracht und mit einer Rotationsmaschine, meist in Verbindung mit Stahlwolle, eingearbeitet.

Durch die chemische Reaktion mit den kalkhaltigen Bestandteilen sowie die bei der Bearbeitung entstehende Reibung wird die oberste Gesteinszone verändert und verdichtet. Die Flüssigkeit wird dabei so lange auspoliert, bis die Fläche trocken und glänzend erscheint.

Das Ergebnis ist eine glänzendere, dichtere und widerstandsfähigere Oberfläche. Es handelt sich dabei nicht um eine klassische aufliegende Beschichtung, sondern um eine Veränderung der mineralischen Oberfläche.

Welche Steine lassen sich kristallisieren?

Besonders gut geeignet sind calcitische Marmore und Kalksteine, da deren calciumhaltige Bestandteile gut mit den Kristallisationsmitteln reagieren.

Auch dolomitische Marmore und Dolomitgesteine können kristallisiert werden. Aufgrund ihrer abweichenden mineralogischen Zusammensetzung kann die Reaktion jedoch schwächer oder anders ausfallen als bei calcitreichen Gesteinen.

Bei silikatreichen Marmoren bzw. Silikatmarmoren hängt die Eignung besonders stark vom tatsächlichen Carbonatanteil ab. Je höher der Anteil nicht reaktionsfähiger Silikatminerale, desto begrenzter kann die Wirkung der Kristallisation sein.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Handelsbezeichnung „Marmor“, sondern die tatsächliche Gesteinszusammensetzung, Oberflächenbearbeitung und der Zustand der Fläche.

Die Oberfläche muss frei reagieren können

Für beide Verfahren ist der direkte Kontakt mit der mineralischen Steinoberfläche erforderlich. Beschichtungen, Versiegelungen, Wachse, Pflegefilme oder andere Rückstände können die chemische Reaktion beeinträchtigen oder verhindern.

Bei schwarzen Kalksteinen wie Nero Marquina ist eine Kristallisation grundsätzlich möglich. Unterschiede im Glanzbild sowie Verhellungen oder Grauschleier können auf dunklen Oberflächen jedoch stärker sichtbar werden.

Vorteile der Kristallisation

  • stellt Glanz und Lichtreflexion wieder her
  • glättet und verdichtet die oberste Steinzone
  • verbessert die Farbwirkung
  • reduziert die Schmutzanhaftung
  • erleichtert die laufende Reinigung

Die Kristallisation ersetzt jedoch keine Imprägnierung und schützt kalkhaltige Natursteine nicht vor Säuren.

Kristallisieren oder schleifen?

Bei stumpfen oder leicht mattierten Flächen kann die Kristallisation den Glanz deutlich verbessern. Tiefere Kratzer, starke Ätzungen, Schleifspuren oder Unebenheiten müssen dagegen in der Regel zunächst mechanisch geschliffen und anschließend poliert oder kristallisiert werden.

Fazit: Bei der Nasskristallisation wird ein Polierpulver mit Wasser mechanisch eingearbeitet, bei der Trockenkristallisation eine Kristallisationsflüssigkeit meist mit Stahlwolle auspoliert. Besonders gut reagieren calcitische Marmore und Kalksteine. Bei Dolomit- und Silikatmarmoren hängt das Ergebnis stärker von der tatsächlichen mineralogischen Zusammensetzung ab. Voraussetzung ist immer eine saubere, unbeschichtete und für das Verfahren geeignete Steinoberfläche.
Produktgalerie überspringen

Dazu passende Artikel

HMK® M529 Marmor - Polierset mit Dosierspender

Durchschnittliche Bewertung von 4.78 von 5 Sternen

HMK® M529 Marmor - Polierset
HMK® P319 Marmor und Granit Polish

Durchschnittliche Bewertung von 4.93 von 5 Sternen

HMK® P319 Marmor und Granit Polish
HMK® P324  Edel Steinseife Wischpflege

Durchschnittliche Bewertung von 4.89 von 5 Sternen

HMK® P324 Edel - Steinseife Wischpflege
HMK® P727 Marmor - Polierpulver

Durchschnittliche Bewertung von 4.69 von 5 Sternen

HMK® P727 Marmor - Polierpulver
HMK® R155 Grundreiniger -säurefrei-

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen

HMK® R155 Grundreiniger -säurefrei-
Nylonfaser - Superpads zum Reinigen und Polieren

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen

Nylonfaser - Superpads zum Reinigen und Polieren