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Wie entfernt man Flecken, Verfärbungen und Verunreinigungen von Naturstein?

Fleckentfernung auf Naturstein - Know How für eine erfolgreiche Steinreinigung

Flecken auf Steinbelägen sind ein Ärgernis ersten Grades weil sie meist nicht einfach mal so entfernt werden können. Im Unterschied zu homogenen und nicht saugfähigen Untergründen ist Naturstein wesentlich vielfältiger strukturiert. Ungeeignete Reinigungsmittel oder Vorgehensweisen bei der Fleckentfernung von Naturstein können den Zustand sogar noch verschlimmern oder irreparabel machen.

Im Vorfeld einer Fleckbehandlung sollten daher folgende Fragen möglichst beantwortet werden. Nur genaue Kenntnisse erlauben eine erfolgreiche Reinigung mit den dazu passenden Mitteln und Methoden. 

  • Woher kommt der Fleck / Verunreinigung bzw. was hat ihn verursacht?
  • Um welchen Steinbelag / Steinsorte handelt es sich, bzw. welche Eigenschaften hat der betroffene Stein?
  • Wurde der Stein werkseitig oder später mit (ggfs. gefärbten) Wachs, Harz, schichtbildenden Pflegemitteln oder Farbstoff behandelt?
  • Wie lang existiert die Verunreinigung bereits?
  • Liegen ggfs. Fehler in der Planung und / oder Durchführung der Verlegearbeiten vor?

Wichtig ist die Oberflächenart sowie Unterscheidung in Fleck oder Schmutzanhaftung

Bei Schmutzen handelt es sich i.d.R. um auf der Oberfläche lagernden, unerwünschte Substanzen und Fremdstoffe, landläufig auch als "Materie zur falschen Zeit am falschen Ort" bezeichnet. Flecken hingegen sind meist von saugfähigen Gesteinen absorbierte flüssige Medien, welche sich im Inneren des Steins lokal anreichern oder eine entsprechende chemische Reaktion mit gesteinbildenden Mineralien bewirken.

Die Rauigkeit der Steinoberfläche bzw. Größe der Porenradien ist relevant für die Aufnahme und das Eindringvermögen bzw. die Anhaftung von Schmutzen und Fleckbildnern.

Am Beispiel einer Küchenarbeitsplatte ist das gut erkennbar. Je glatter (poliert) je einfacher die Schmutzentfernung, je rauer die Oberfläche (satiniert, leather Touch, geschliffen usw.) desto höher der Reinigungsaufwand. Eine polierte Küchenarbeitsplatte lässt sich i.d.R. problemlos reinigen und pflegen. Dagegen hat eine KAP mit strukturierter Oberfläche kleinste, flächig unregelmäßig angeordnete Vertiefungen (Täler), in denen sich Schmutze sukzessive ablagern und klebrig verkrusten. Ohne passenden Reiniger und ein geeignetes Mikrofasertuch, welches in die Täler hinein kommt, bleibt der Schmutz förmlich kleben. 

Reinigung ist die Entfernung von Schmutz - Flecken sind aber nicht immer Schmutz

Typische Schmutze auf Naturstein

  • Mineralische Schmutze wie Kalk, Zementschleier, Krusten, Ausblühungen
  • Loser Grobschmutz wie Laub, Sand, Speisereste
  • Feinschmutz wie Staub, Haare, Schuppen, Krümel
  • Getränkeflecken, Ruß, Fettflecken, usw.
  • Festhaftend wie Klebstoff, Harz, Wachs, Farbreste, Kaugummi etc.


Typische Flecken in Naturstein

  • Stumpfe Stellen auf polierten Oberflächen durch Chemikalien
  • Vergrauung durch Entfärbung fargebender Minerale
  • Rost durch Oxidation von Eisen im Gestein
  • Dunkle Flecken durch Wasser
  • Patina entfernt (Wachs, Siegel) mit Lösemitteln, Alkohol  
  • Glanzverlust durch mechanische Abnutzung

Fleckbestimmung und Steinmaterial entscheiden über Auswahl der Reinigungsmittel & Reinigungsmethode 

Reinigung-Diagramm

 

Oberste Prämisse bei jedem Reinigungsvorgang, ist dem Stein keinerlei Schaden zuzufügen!

Tipp: Immer eine kleine Musterfläche anlegen, dies klärt die Eignung, den Verbrauch, die Farbgebung sowie die Wirkung des Produktes. Hierzu eignet sich ein Muster, ein Reststück des Belages oder eine unauffällige Stelle am jeweiligen Verlegungsort.

Nach H. Sinner (Chemiker und ehem. Leiter der Waschmittel-Anwendungstechnik bei der Fa. Henkel) ist der Erfolg der Reinigung von vier Faktoren abhängig. Verringert man einen Faktor, so müssen die anderen entsprechend vergrößert werden.

Mechanik, Temperatur, Zeit (Einwirkzeit), Chemie (Reiniger)

 

 
Was ist bei der Chemie zu beachten?
Nur zur Verschmutzung und zum Stein passende Reiniger verwenden! Beispielsweise entfernt Säure keine Fettflecken, greift dafür aber Marmor und Kalksteine an. Unbedingt muss die Säurebeständigkeit geprüft werden! Für die Reinigung stehen zur Verfügung:

Säuren   ▶ Zementschleier, Ausblühungen, Kalkablagerungen, Rost ...
Laugen  ▶ Wachse, Öle, Fette, Farben, Lacke, Ruß ...
Lösemittel  ▶ Versiegelungen, Lacke, Öle, Fette, Klebstoffe, Harze ...
Sonstige  ▶ Organische Verfärbungen, Farbstoffe ...


Welche Rolle spielt die Temperatur?
Die ideale Verarbeitungstemperatur bei einer Reinigung liegt zwischen +12°C und +25°C. Starke Kälte verzögert oder verhindert eine chemische Reaktion, große Hitze oder Wind hingegen lässt die Trägerlösung bzw. die jeweiligen Wirkstoffe schneller verdunsten und trocknen. Bitte beachten Sie speziell im Außenbereich, keine Verarbeitung in der prallen Sonne und bei starkem Wind. Verarbeitung möglichst während einer schönen Wetterperiode.

Welche Mechanik ist sinnvoll?
Angelöste Schmutze brauchen oft noch einen "Schubs" um sie von der Oberfläche zu trennen. Die hierbei verwendete Mechanik muss auf das jeweilige Material und die Oberfläche abgestimmt sein. Polierte Marmorflächen lassen sich zwar mit einer Bürste oder Schrubber reinigen, ein harter Haushaltschwamm würde jedoch die Politur zerkratzen. Ein Hartgestein ist hier unempfindlich. Je weicher das Material und je feiner die Struktur, desto weniger abrassiv und hart sollte die Mechanik sein. (Mikrofasertuch, Nylonfaserpad, Bürste, Schrubber, Peeling Cleaner usw.)

Welche Bedeutung hat die Einwirkzeit?
Eine ausreichende Einwirkzeit ist sehr wichtig, damit die reinigungsaktiven Stoffe die jeweiligen Schmutze lösen und binden können. Je kürzer die Einwirkzeit, desto mehr müssen die anderen Faktoren mitarbeiten oder es kommt zu keinem Effekt. Bei tief eingedrungenen Fleckbildnern ist generell eine längere Einwirkzeit nötig damit das Reinigungsmittel erstens in die Tiefe gelangt und zweitens die nötige Zeit zur Lösung hat. Flüssige Reiniger dürfen nicht antrocknen, d.h. wenn erforderlich den Reiniger noch mal nachsetzen.

zum Flecken ABC

 

Häufig nachgefragte Flecken und Verfärbungen



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