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Wie entfernt man Kratzer und Schleifspuren von Marmor und Kalkstein?

Kratzer, Schrammen oder Abplatzungen in Naturstein sind ein häufiges Ärgernis

Wer kennt das nicht, der schleifenden Stein unter der Haustür, das geschobene Möbelstück, heruntergefallene Gegenstände, der metallene Schuhabsatz, Steinchen in der Schuhsohle und nicht zuletzt die tägliche Beanspruchung der Fläche, die Liste ist lang…

Je nachdem ob der Naturstein als Bodenbelag, Tischplatte oder andere Nutzfläche Verwendung findet, sind mechanische Beschädigungen z.T. unvermeidbar. Entscheidend für die Kratzerentstehung ist vor allem die Härte des eingesetzten Gesteines. Die Ritzhärte von Hartgesteinen (nach Mohs) wie bspw. Granit unterscheidet sich wesentlich von Weichgesteinen wie Kalkstein und Marmor. Auf der Mohs'schen Härteskala von 1-10, steht Granit mit einer Härte von 6-7 weiter oben vor Marmor mit einer Härtegrad von nur 3 -5.  Aus diesem Sachverhalt resultiert die unterschiedliche Kratzempfindlichkeit von Gesteinen. 

Kratzer ist nicht gleich Kratzer!
Es wird unterschieden in feinste, kaum wahrnehmbare (somit vernachlässigbar) sowie nur leichten oberflächlichen und tiefen Kratzern. Daneben gibt es bei kristallinen Marmorsorten noch sogenannte Preller bzw. Tarolis. Das sind kleinste Löcher oder helle Punkte im Gestein, welche durch Herausbrechen von Bestandteilen gut spaltbarer Minerale an der Oberfläche oder durch Änderung der kristallinen Struktur im transzulent sichtbaren Obferflächenbereich, entstehen.

Zur ersten Kategorie gehören feinste, meist konzentrisch angeordnete Schleif- bzw. Kratzspuren aus der werkseitigen Bearbeitung oder als Folge vieler Reinigungs- und Pflegevorgänge. Meist sind diese nur aus unmittelbarer Nähe und bei gutem Licht sichtbar. Hier genügt es volkommen diese Spuren mit etwas Wachspolitur zu überdecken.

Die zweite Kategorie sind sichtbare aber nicht allzu tiefe, einzelne Kratzer oder in Gruppen unregelmäßig angeordnete Kratzspuren. Soweit die Ausprägung nur leicht ist oder es sich um eine beginnende Laufstraßenausbildung handelt, können solche Spuren auf Kalkstein und Marmor weg poliert werden. Für kleine Bereiche bis 1 m²  ist hierfür das HMK® M529 Marmor Polierset gut geeignet, für größere Flächen empfiehlt sich HMK® P727 Marmor Polierpulver.

Kratzer in weichen Schieferflächen können mit handelsüblicher Stahlwolle ggfs.auch einer feinen Messingdrahtbürste, manchmal sogar bereits mit einem angefeuchtetem Mikrofasertuch entfernt werden.

Ist die Oberfläche bereits stärker zerkratzt, muß die Politur der Fläche mittels Schleifen vorbereitet werden!  

Zur dritten Kategorie gehören meist mehrere Millimeter tiefe Verletzungen der Oberfläche. Sie sind sehr gut sichtbar und lassen sich ohne größere Aufwendungen nicht mehr kaschieren. Es geht zunächst darum die Kratzer bzw. Vertiefungen durch Abtragen von Steinmaterial zu entfernen bzw. die Oberfläche wieder zu nivellieren. Im nächsten Schritt wird die Oberfläche durch Abschleifen in mehreren Gängen mit geeigneten Schleifmitteln weitestgehend geglättet und verdichtet und abschließend wie oben beschrieben poliert. 

Bei Weichgesteinen wie Marmor, Kalkstein oder Terrazzo kann man diese Arbeiten mit ein wenig handwerklichem Geschick selber durchführen. Bei Hartgesteinen ist das nicht möglich! Hier werden spezielle Schleifmittel und Maschinen sowie Erfahrung benötigt!  

Einzelne tiefe Kratzer, Risse, Löcher oder Ausbrüche können problemlos (auch von Laien) mit Hartwachs gespachtelt werden. Mit handwerklichem Können ist auch die Verwendung professioneller Kunstharzspachtel bzw. Steinkleber möglich. Diese Füllmethode ist wegen der hohen Verzahnung mit dem Steinmaterial wesentlich haltbarer und besonders in mechanisch und anderweitig stark belasteten Bereichen besser geeignet.

Aber auch unübliche Methoden, wie bspw. bei kleinen Stellen der geschickte Einsatz von Nagellack o.ä. sind denkbar... 

Bei groben Kratzern und großflächigen Beschädigungen ist vor einer "Verschlimmbesserung" des Zustands die Beauftragung einer Fachfirma die bessere Entscheidung.