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Tabuthema - Urinflecken auf Granit, Marmor & Co

Urin - Schlechte Gerüche und Flecken beseitigen

Es wird gern darüber geschwiegen, doch die Schadensbilder durch Urin auf Naturstein sprechen ihre eigene Sprache. Flecken und stumpfe Stellen auf Marmorböden in Bad und Gäste-WC durch Urinspritzer. Unschöne Verfärbungen auf hellen und dunklen Materialien sowie oft ein widerwärtiger Geruch selbst bei eingetrocknetem Urin. Die gute Nachricht, in den allermeisten Fällen gibt es passende Methoden und Reiniger um das unhygienische Problem zu lösen.

Was sind eigentlich die Ursachen für Urinflecken?

Urin, egal ob von Mensch oder Tier, enthält neben Harnstoff und Harnsäure noch weitere Säuren, darunter Aminosäure und Zitronensäure. Der pH-Wert von menschlichem Urin liegt in der Regel zwischen 4,5 und 7 , d.h. er ist leicht sauer und schwankt in Abhängigkeit von der aufgenommenen Nahrung, Wassermenge und Gesundheit.

Während keramische und andere säureunempfindliche Oberflächen eine saure Attacke ohne weiteres verkraften, reagieren kalkhaltige Gesteine (z. B. Carrara) und diverse gesteinsbildende Minerale besonders in dunklen Hartgesteinen, allergisch. Auch mineralische Fugen und Pflegeschichten werden angegriffen. Häufigkeit, Menge und Einwirkzeit spielen dabei eine große Rolle.

Bei sofortiger Beseitigung des Urineintrags wird der chemische Prozess entsprechend gestoppt. Mit der Reinigung werden auch die im Urin enthaltenen Salz- und Feststoffanteile entfernt, welche ansonsten nach dem Abtrocknen auskristallisieren und sukzessive auflagernde Krusten und Ränder bilden. Bekannt ist dieses Szenario aus öffentlichen Urinalen mit entsprechend lokal begrenzter Langzeitbelastung. Meist ist hier die Schädigung des Belags bereits so weit fortgeschritten, dass nur noch ein Austausch sinnvoll ist.

Der typische unangenehme Geruch (bekannt aus Unterführungen) entsteht erst durch langen Verbleib des Urins und seiner Inhaltsstoffe, also bei fehlender bzw. ungenügender Reinigung. Bakterien absorbieren die Ausscheidungen und produzieren daraus u.a. das übelriechende Ammoniak. Der Versuch diesen Geruch mit Parfüm zu überdecken scheitert regelmäßig und kann u.U. durch ölige Inhaltstoffe zu neuen Fleckbildungen führen.

Ebenso ärgerlich sind die meist dunklen bis gelben Flecken in hellen Gesteinen. Sie entstehen durch verschiedene im Urin enthaltene sogenannte „Urochrome“, das sind farbtragende Stoffe wie Eisenverbindungen, Stoffwechselprodukte, Medikamentenreste oder auch nahrungsspezifische Farben.

Wie lassen sich Gerüche und gelbe Flecken entfernen?

Eine bisher bewährte und für den Stein schadensfreie Methode ist die reinigende Wirkung von HMK® R155 Grundreiniger -säurefrei- im Verbund mit der bleichenden Wirkung von HMK® R160 Schimmel EX. Beide Reiniger lassen sich auf Weich- und Hartgesteinen problemlos einsetzen. Im Aussenbereich kann auch die Kraft der Sonne gegen die gelblichen Urinflecken helfen. Die Anwendungsintensität und Dauer kann in Abhängigkeit der Harnlast im Stein schwanken.

Was tun gegen stumpfe Stellen auf Marmor und helle Flecken auf scharzen Gesteinen?

Hat die Säure die Politur auf Kalkstein und Marmor angegriffen lassen sich diese matten und stumpfen Stellen mit dem Marmor-Polierset HMK® M529 aufpolieren. Helle Flecken und Vergrauungen auf dunklen und anthrazitfarbenen Hartgesteinen können mit HMK® S242 Farbkonservierung, einer farbvertiefenden Imprägnierung, sehr gut kaschiert werden.

Wie kann man den Natursteinbelag schützen?

Der beste Schutz ist Prophylaxe, sprich Vermeidung! Stehpinkler müssen sich eben umgewöhnen, Hund und Katze sollten ebenfalls Möglichkeiten bekommen ihr Geschäft ohne Schäden für den Naturstein zu verrichten. Eine Imprägnierung ist zwar ein sehr guter Anfangsschutz, letztlich aber nicht säurebeständig und verhindert nicht zu 100%. Am ehesten hilft noch die Oberfläche mit einem wachshaltigen Pflegefilm wie etwa HMK® P319 Marmor und Granitpolish auszurüsten.

Die natürliche Kapillarität von Weichgesteinen ist wegen der höheren Dichte bei Granit, Gneis und andere Hartgesteine entsprechend größer. Entscheidend für die Aufnahme von Flüssigkeiten ist auch die Porenradienverteilung und Größe der Porentrichter. Je ungünstiger diese ausfallen desto schneller saugt sich der Stein mit unerwünschten Substanzen voll.

Generell ist ein imprägnierter und gut gepflegter Natursteinboden mit intakter, weitestgehend geschlossener Oberfläche insgesamt widerstandsfähiger und hält gegen flüssige Fleckbildner besser Stand.

Fazit: Bereits in der Planungsphase sollten geeignete dichte Hartgesteine, mindestens in stark belasteten Bereichen in Betracht gezogen werden. In Dauerlastbereichen ist auch das Verfugungsmaterial entsprechend auszuwählen. Eine fachgerechte Imprägnierung und regelmäßige Unterhaltspflege kann Schäden wesentlich vermindern.