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Porphyr - exklusiver Stein für viele Anwendungen im Innen- und Aussenbereich

Magmatisches quarzhaltiges Gestein mit charakteristischem Gefüge

Nach petrographischem Verständnis steht der Begriff Porphyr genau genommen nur für das Gefügebild eines Gesteins und nicht für ein bestimmtes Gestein. Als Porphyr wird ein Gefüge von Gesteinen magmatischen Ursprungs bezeichnet, in dessen feinkörniger Gesteinsmatrix vereinzelte, größere ausgebildete Kristalle enthalten sind. Hauptgemengteile von Porphyr sind Feldspäte, Vertreter der Glimmergruppe, Quarz, Pyroxene und Amphibole. Die Korngröße ist entstehungsbedingt unterschiedlich und reicht von fein-, mittel- bis grobkörnig.

Ungeachtet dessen ist „Porphyr“ als umgangssprachlicher Kulturbegriff sowie als Bezeichnung für zahlreiche Werksteine weit verbreitet und sehr gebräuchlich. Der Name kommt aus dem Altgriechischen πορφύρα , porphyra (Purpur bzw. Purpurfarbe) und verweist auf die bestimmende Farbe des Gesteins. Je nach dem welche Mineralien an der Zusammensetzung von Porphyr beteiligt sind, kann die Farbe sowohl purpurn, rötlich, bräunlich selten auch grüner, grauer oder schwarzer Färbung sein. Porphyr ist zuweilen durchsetzt von helleren, größeren Kristallklumpen, sodass die Optik gelegentlich an das Aussehen von Betonwerkstein erinnert.

Porphyr als Zeichen herrschaftlichen Anspruchs und Ausdruck imperialer Größe   

Schon im alten Ägypten wurde Porphyr von den Pharaonen wegen seiner Farbe, als herrschaftliches Statussymbol verwendet und ca. 55 km westlich von Hurghada, am Mons Porphyrites abgebaut. Bei den Römern war das purpurfarbene Gestein als Prunkgestein äußerst beliebt und aufgrund seiner Farbgebung ausschliesslich den höchsten Beamten und den Kaisern selbst vorbehalten. Auch Päpste suchten ihre Stellung durch den Glanz des Porphyrs hervorzuheben. Bekannte Beispiele sind die Statuen der vier Tetrarchen am Markusdom in Venedig oder die grösste Porphyrschale der Welt (15 m Umfang), die heute in der Sala Rotunda im Vatikan steht. In Deutschland war Porphyr aus Rochlitz etwa im 10Jh. wegen seiner schöne Farbe und Stabilität ein beliebtes Baumaterial der damaligen sächsischen Könige und wird deshalb auch als "sächsischer Marmor" bezeichnet.

Entstehungsbedingt gibt es quarzreiche und quarzarme Porphyre 

Quarzreiche Porphyre (Rhyolithe), früher auch als Quarzporphyr bezeichnet weisen einen höheren Quarzanteil bei den Einsprenglingen auf dagegen weisen quarzarme Porphyre (Andesite, Trachyte oder Dazite) gar keinen oder nur einen sehr geringen Anteil an Quarz auf.

Neben quarzarmem und quarzreichem Porphyr grenzt man ausserdem noch Porphyrgranit, bzw. Granitporphyr ab. Das Gefüge dieses Gesteins liegt zwischen dem von echtem Granit und dem von Porphyr. Eine eher grobkörnige Grundmasse macht hierbei einen Porphyrgranit aus, während eine feinkörnige Matrix charakteristisch für einen Granitporphyr ist. Zu guter Letzt existieren auch noch die Porphyrtuffe. Diese unterscheiden sich nicht durch ihre chemische Zusammensetzung von Porphyren, sondern durch ihre Entstehung. Während Porphyr aus erkaltetem Magma besteht, handelt es sich bei Porphyrtuff um pyroklastische Sedimente, zumeist sehr feinkörnige vulkanische Asche.

Porphyr wird weltweit gebrochen, bspw. in Norwegen, Schweden, Polen, Tansania, Indonesien, China, Australien, Südamerika,Kanada und in den USA. Auch in Deutschland etwa in Sachsen (bei Rochlitz oder Löbejün), Thüringerwald, Odenwald, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Schwarzwald u.a. wird Porphyr gewonnen. 

Verwendung des roten Vulkanit in der Neuzeit

Porphyr ist ein vielseitig einsetzbarer Werkstein. Er dient als Küchenarbeitsplatte, Boden- und Treppenbelag, Fassade oder auch als Grabmal usw. Das Gestein eignet sich sehr gut im Außenbereich, ist Frostsicher, Abriebfest und Tausalzbeständig. Ausserdem dient Porphyr als Rohstoff für die Baustoffindustrie, wo er zu Schotter oder Splitt verarbeitet wird.

Besondere Schönheit und satten purpurnen Glanz erlangt Porphyr durch Schleifen und Polieren. Als Solitär oder auch im Verbund mit kontrastierenden Materialien sorgt Porphyr stets für ein edles Ambiente. Das Hartgestein ist eine farbenfrohe Alternative zum meist grauen Granit!

Reinigung, Schutz & Pflege von Porphyr 

Wegen der Granit ähnlichen Eigenschaften von Porphyr kann man sich an den Pflegeempfehlungen für Granit orientieren.  Je nach Verwendungszweck kommen verschiedene Produkte zum Einsatz. Im Innen- und Außenbereich ist bei stärkeren  Verschmutzungen auf allen Oberflächen HMK® R155 Grundreiniger verwendbar. Diverse Schmutze können mit den dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln entfernt werden. Informieren Sie sich dazu in unserem Flecken - ABC 

Für die Unterhaltspflege von polierten Böden und Treppen ist HMK® P324 Edel Steinseife bestens geeignet. Küchenarbeitsplatten, Tische, Ablagen usw. werden in einem Wisch, mit HMK® P301 -drei in eins- , gereinigt, geschützt und gepflegt. 

Als Fleckschutzbehandlung sind HMK® S234 Fleckschutz Top Effekt (farblos) oder wenn die Farbe des Porphyr kräftiger zur Geltung kommen (Nasseffekt) soll, HMK® S242 Farbkonservierung.

Porphyr ist gegenüber den meisten Säuren und Laugen im Haushalt unempfindlich. Trotzdem ist es ratsam Säuren und Laugen weitestgehend zu vermeiden um eine eventuelle Schädigung, je nach Ausmaß des Kontaktes, gerade bei quarzarmen Porphyren zu vermeiden.