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Gibt es schwarze Granite?

Schwarzer Granit oder schwarz gefärbtes Eruptivgestein

Nicht selten werden schwarze Hartgesteine wie Nero Assoluto, Nero Impala, Star Galaxy, China Black und viele andere in Küchenmöbelgeschäften, Baumärkten und sogar im Steinfachhandel als schwarze Granite bezeichnet und angeboten.

Entstehungsgeschichtlich betrachtet handelt es sich zwar um granitähnliche Verwandte aber eben nicht um Granit. Hinsichtlich Ihrer Dichte und Härte sind sie durchaus vergleichbar jedoch in Bezug auf die wesentlichen gesteinsbildenden Minerale gerade nicht. Im Gegensatz zu echtem Granit enthalten die o.g. Natursteine keinen oder nur sehr wenig Quarz oder Alkalifeldspat.

Ungleich höher sind dagegen die Anteile an Plagioklas und dunklen Mineralien wie z. B. Biotit, Hornblende und Pyroxen. Diese Unterschiede in der mineralischen Zusammensetzung haben jedoch entscheidende Bedeutung für die chemische und mechanische Beständigkeit und sollten vor dem Kauf spätestens in der Nutzungsphase bekannt sein.

Während echte Granite säureunempfindlich und sehr hart sind reagieren schwarze Steine meist empfindlich auf säurehaltige Reinigungsmittel und Säuren aus Lebensmitteln (z.B. Zitrone oder Essig) oder sind gegenüber mechanischen Einwirkungen nicht dauerhaft belastbar. Dunkle oder schwarze Gesteine werden irrtümlich manchmal auch wissentlich als schwarzer Granit benannt.

Es gibt keine schwarzen Granite!

Gleichwohl gibt es diverse schwarze Gesteine wie Basalte, Anorthosite, Diabase, Diorite, Gabbros u.a. Wie bei Granit sind die Gemengeteile dicht miteinander verwachsen, es gibt individuelle Texturen, das Funkeln enthaltener Glimmerminerale wirkt optisch bestechend und luxuriös. Schwarze Hartgesteine mit polierter Oberfläche haben wegen ihres kristallinen und verzahnten Gefüges die Anmutung eines Granits und finden daher häufig Verwendung als Bodenbelag, Arbeitsplatte, Wandverkleidung usw.

Entscheidend für die Langlebigkeit schwarzer Natursteine ist Ihre Verwendungsart und die darauf abgestimmte schadensfreie Reinigung und Pflege. Verwenden Sie nur geeignete säurefreie Produkte und vermeiden Sie starke mechanische und thermische Belastungen.

Ein sehr häufig vorkommendes Schadensbild ist die irreversible Vergrauung gesteinsbildender schwarzer Minerale bei dem Versuch, Kalk in Bad und Küche mit einem säurehaltigen Sanitärreiniger zu entfernen. Solch einen Schaden kann man nur noch mit einer farbvertiefenden Imprägnierung kaschieren. Im schlimmsten Fall muss der Belag ausgetauscht werden.

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