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5 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

Oberflächenarten Naturstein

Natursteinoberflächen können durch unterschiedliche Bearbeitungsverfahren glatt, rau, matt oder glänzend gestaltet werden. Zu den gängigen Oberflächenarten gehören polierte, geschliffene, gebürstete, geflammte, gestockte und spaltraue Ausführungen. Die jeweilige Bearbeitung beeinflusst das Erscheinungsbild, die Haptik, die Rutschhemmung und den Pflegeaufwand. Welche Oberflächenbearbeitung geeignet ist, hängt von der Gesteinsart und dem Verwendungszweck ab.

Obstflecken + Obst

Obstflecken auf Naturstein entstehen durch Fruchtsäfte, Beeren und andere Obstreste. Ihre Farbstoffe und organischen Inhaltsstoffe können besonders in saugfähige Steinoberflächen eindringen und gelbliche, rötliche oder dunkle Verfärbungen hinterlassen. Frische Rückstände sollten möglichst sofort aufgenommen werden. Eingetrocknete Flecken erfordern häufig eine gezielte Reinigung mit geeigneten Mitteln. Bei Marmor und Kalkstein ist zusätzlich auf die Säureempfindlichkeit zu achten.

Ölflecken

Ölflecken auf Naturstein entstehen durch Speiseöl, Motoröl oder andere ölhaltige Substanzen, die in saugfähige Steinoberflächen eindringen können. Dabei bilden sich dunkle, oft tief sitzende Verfärbungen, die sich mit Wasser allein kaum entfernen lassen. Besonders unbehandelte Natursteine sind anfällig für solche Flecken. Zur Entfernung eignen sich spezielle Öl- und Fettfleckenentferner, die das eingedrungene Öl aus den Poren lösen beziehungsweise aufnehmen können.

Onyx

Onyx wird im Natursteinhandel meist als Bezeichnung für einen dekorativen, durchscheinenden Kalksinterstein verwendet, der auch Onyxmarmor oder Kalkonyx genannt wird. Charakteristisch sind seine ausgeprägten Bänderungen, vielfältigen Farbtöne und seine Lichtdurchlässigkeit. Der empfindliche Naturwerkstein wird bevorzugt für Wandverkleidungen, Waschtische und hinterleuchtete Flächen eingesetzt. Aufgrund seines hohen Calciumcarbonatgehalts ist Onyx säureempfindlich und kratzanfällig.

Oxidierende Öle

Oxidierende Öle reagieren mit dem Sauerstoff der Luft und können dabei eindicken, verharzen oder einen festen Film bilden. Besonders pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren neigen zu solchen Veränderungen. Auf Naturstein können sie dunkle Verfärbungen, klebrige Rückstände oder schwer entfernbare Flecken verursachen. Wie schnell ein Öl oxidiert, hängt von seiner Zusammensetzung sowie von Licht, Wärme und Luftkontakt ab. Bereits verharzte Rückstände erfordern häufig spezielle Reinigungsmittel.