Sandsteine werden seit jeher vielseitig als Baustoffe verwendet. Bodenbeläge und Treppen in Kirchen, Burgen oder Bauernkaten aber auch Wappen und Skulpturen künden davon. Auch heute hat Sandstein in seiner Vielfalt nichts von seiner Faszination als Baustoff eingebüßt. Sandstein ist klastischen Ursprungs und besteht wie der Name schon sagt aus miteinander „zusammengebackenen“ Sandkörnchen welche entweder karbonatisch, quarzitisch oder tonig gebunden sind. Die Bindung von Sandstein entscheidet wesentlich über dessen Härte und Verwitterungsresistenz. Quarzitisch gebundene Sandsteine sind sehr fest bzw. hart, ihr Porenraum ist sehr klein und damit sinkt auch das Wasseraufnahmevermögen und die Fleckbildung. Karbonatisch gebundene Sandsteine sind chemisch anfällig, d.h. dauerhafte Belastung durch saure Einträge wirken hier zerstörend. Tonige Sandsteine sind häufig stark porös, neigen zum hygrischen Quellen und haben eine geringere Festigkeit und damit auch eine geringere Resistenz gegen Verwitterungseinflüsse als Sandsteine mit kieseligem Bindemittel.
Sandstein ist eigentlich weiß bis grau, jedoch rufen mineralische Bestandteile wie wie z.B. Limonit, Hämatit oder Glaukonit entsprechende Farbvarietäten (gelb, braun, rot, grün ) hervor und bieten dadurch unterschiedliche Erscheinungsbilder.
Sandstein zeichnet sich durch eine relativ hohe Wasseraufnahme und damit einher gehender höherer Fleckempfindlichkeit aus. Die heute gefertigten Oberflächenarten in Abhängigkeit des jeweiligen Sandstein reichen von spaltrauh über geschliffen bis gebürstet und in Ausnahmefällen sogar poliert. Sandsteine sind meist frostbeständig und werden Innen wie Außen gleichermaßen verwendet.
Im Aussenbereich ist durch Bewitterung, umstehende Begrünung u.a. Faktoren grundsätzlich mit einer stärkeren Verschmutzung zu rechnen. Hinzu kommt das Schmutzaufnahmevermögen und die Schmutzhaltekraft der Oberfläche des Sandsteines.
Die Bindung des Sandsteines bestimmt auch den Einsatz von Reinigern. Ein quarzitisch (kieselig) gebundener Sandstein kann durchaus mit geeigneten sauren Reinigern wie HMK® R 69 Steinreiniger -spezial- behandelt werden, hingegen karbonatisch und tonig gebundene Sandsteine sollten grundsätzlich mit säurefreien Reinigern wie HMK® R 55 Grundreiniger behandelt werden um eine Zerstörung der Bindung und ein damit mögliches Zerbröseln des Steines zu verhindern. Eine Reinigung von Sandstein mit dem Hochdruckreiniger ist wegen des hohen Druckes und der damit verbundenen oberflächlichen Zerstörung nicht zu empfehlen. Wenn überhaupt, dann aus entsprechender Entfernung zum Spülen.
Für die Unterhaltspflege von rauen als auch dichteren Sandsteinoberflächen ist HMK® P 24 Edel Steinseife bestens geeignet.
Bei stärkeren Verschmutzungen empfiehlt sich immer mal wieder eine Bürstenreinigung mit HMK® R 55 Grundreiniger.
Fettflecken und ölige Verschmutzungen lassen sich mit HMK® R 52 Öl- und Wachsentferner beseitigen.
Gegen Rostflecken auf quarzitisch gebundenen meist hellen Sandsteinen hilft HMK® R 77 Rostumwandler und auf karbonatisch sowie tonig gebundenem Sandstein ist HMK® R 79 Rostentferner geeignet.
Stockflecken, dunkle Ablagerungen und pflanzliche Verunreinigungen im Aussenbreich lassen sich mit
HMK® R 70 Aussenreiniger entfernen.
Grünverschmutzungen und Algen können mit HMK® R 62 Algen-EX beseitigt werden.
Sandstein ist oftmals stark porös. Durch diese Poren (Kapillaren) können in Wasser gelöste Farbstoffe und Schmutze in den Naturstein eindringen. Aus diesem Grund sollte der Stein nach der Verlegung gegen eindringende Flüssigkeiten geschützt werden (Imprägnieren). Dazu muß der Stein vorher vollständig Austrocknen.
Schützen - Vorbeugende Oberflächenbehandlung
Imprägnierungen wie HMK® S 33 oder HMK® S 42 wirken wasser- und schmutzabweisend. Im Aussenbereich wird die Bildung von Algen und Moos reduziert, die Verwitterung eingeschränkt. Wässrige Verschmutzungen dringen kaum mehr ein und sind an der Oberfläche leichter entfernbar.
Aber auch zusätzlich ölabweisende Produkte wie HMK® S 32 w oder HMK® S 34 N Fleckschutz Top Effekt sind möglich.
Verwitterter und mürber Sandstein lässt sich mit HMK® S 41 Steinverfestiger wieder verfestigen. Eine anschließende Imprägnierung mit HMK® S 31 Silan-Imprägnierung macht die Oberfläche Wasser- und Schmutzabweisend.
Für die Reinigung, Pflege und Schutz Ihres Sandsteines empfehlen wir Ihnen u.a. nachfolgende Produkte: