Marmor, Granit, Keramik-Fliesen, Terracotta, Sandstein, Terrazzo, Natur- und Betonwerkstein
Naturstein ist ein gewachsener Stein, im Gegensatz zum vom Menschen hergestellten Werkstein. Als reines Naturprodukt besticht Naturstein durch seine Schönheit, Vielfalt und Widerstandsfähigkeit und ist zudem ein faszinierender Baustoff, den man heute in allen Lebensbereichen antreffen kann. Marmor und Granit sind zwei ganz alte, aber sehr beliebte Materialien aus Stein. Egal, ob auf dem Boden oder an der Wand - diese wertvollen, langlebigen Materialien muß man bei richtigem Umgang natürlich pflegen.
Granit ist ein meist säurebeständiges, widerstandsfähiges Hartgestein aus Feldspat, Quarz und Glimmer.
Das Farbspektrum reicht bei Graniten von hellem Grau bis bläulich, rot und gelblich. Er wird für Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich verwendet, aber auch gern für Küchenarbeitsplatten oder
Waschtischablagen. Echter Granit ist hitzefest, schnittfest und säurefest. Doch Vorsicht - verschüttete Öle oder stark färbende Flüssigkeiten sollten nicht stundenlang auf dem offenporigen Naturstein liegen bleiben. Sofort abwischen, denn sie können evtl. tief eindringen und Flecken hinterlassen.
Marmor gehört wie die anderen Kalksteine (Jura, Travertin oder Solnhofener Platten) zu den säureempfindlichen Weichgesteinen. Der echte Marmor hingegen ist ein sehr altes, dichtes kristallines Gestein, härter als die anderen Kalksteine, aber lange nicht so hart wie Granit. Die Farbe reicht vom reinsten Weiß des Carraramarmor über rosa, grau und braun bis schwarz - je nach Art der eingelagerten Metalloxide. Er entfaltet seine volle Schönheit erst nach einem sorgfältigem Schliff oder einer Politur. Wie alle Kalkgesteine ist auch er säureempfindlich. Bereits die Kohlensäure in einem übergelaufenen Mineralwasserglas kann die Oberfläche anlösen. Aber auch starke Alkalien (ab pH-Wert 12) können die Oberfläche verändern, die Flächen verblassen und werden stumpf.
Die Gebrauchseigenschaften können und sollten auf arg strapazierten Flächen durch eine Imprägnierung verbessert werden. So können Fett-, Wasser- oder Kalkflecken vermieden werden - die Säureempfindlichkeit wird etwas vermindert. Eine Fleckschutz oder Fleckstop Behandlung (mit Silikonen) kann auch nachträglich und wiederholt durchgeführt werden.
Pflege - Je glatter die Oberflächen sind, desto leichter lassen sich die Flächen wischen bzw. pflegen.
Im Klartext: ein polierter Stein wird schneller wieder sauber als eine grob geschliffene oder geflammte Oberfläche.
Doch Vorsicht: Glanzflächen sind empfindlich gegenüber mechanischer Beanspruchung. Bei polierten Arbeitsplatten oder Steinfußböden können Sand und Schmutz kleine sichtbare Kratzer verursachen - deshalb lose aufliegenden Schmutz rasch entfernen, die Böden häufig moppen, das ist schonender als Kehren.
Tipps:
Laufende Reinigung
Pflegen
Tipp: Im Wohnbereich auf alle schichtbildenden Mittel verzichten und lieber Geld in die Imprägnierung investieren.
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